Weißer Hase, grauer Hase, schwarz

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Erscheint am 12. Oktober 2021

Øyvind Rimbereid

Gedichte. Übersetzt von Klaus Anders

Vergriffen

Produktbeschreibung

In den Gedich­ten die­ses jüngs­ten Ban­des von Rim­bereid fin­den sich ganz unter­schied­li­che The­men und Moti­ve. Es gibt Gedich­te über Hand­werk, Werk­zeu­ge und Hilfs­mit­tel wie Sand­pa­pier, Schar­nie­re, eine Kern­holz­tür. Dann eine Rei­he von Ekphra­sen, Beschrei­bun­gen von Gemäl­den der zur Zeit geschlos­se­nen Natio­nal­bi­blio­thek in Oslo, die aber über den Raum blo­ßer Beschrei­bung hin­aus­wach­sen und zu einem Strö­men geschicht­li­cher und bio­gra­fi­scher, mit­ein­an­der ver­wo­be­ner, Ereig­nis­se und Erin­ne­run­gen wer­den. Eine wei­te­re Grup­pe von Gedich­ten gedenkt Ver­stor­be­ner, mit denen der Dich­ter befreun­det war.
Der Band ent­hält zehn Abbil­dun­gen der Kunstwerke.

Rim­bereid betrach­tet Kunst und schafft Poe­sie auf höchs­tem Niveau. Er sucht die Gren­ze der Bil­der, die schwa­che, äußers­te, die in allen Gale­rien sich fin­det, an jeder Wand‘ – mit­hin eine mensch­li­che Verwundbarkeit (…).“
Tom Egil Hver­ven, Klassekampen

Rim­bereid „will zurück an einen Aus­gangs­punkt, skiz­ziert den Abstand zwi­schen damals und jetzt, und die Gedich­te fra­gen nach dem, was unterwegs
eigent­lich geschah.“
Karen Frøs­land Nys­tøl, Vårt land

Der Lyri­ker und Über­set­zer Klaus Anders hat aus dem Nor­we­gi­schen schon
vie­le Lyrik­bän­de ver­öf­fent­licht, dar­un­ter Olav H. Hau­ge, Øyvind Rimbereid,
Kjar­tan Hat­løy, Rolf Jacob­sen und Ulrik Fare­stad. Er lebt in Frank­furt a.M. und ver­öf­fent­licht auch als Dich­ter in der Edi­ti­on Rugerup.

es ist der 30. April 1977,
und vier­zehn Müt­ter ver­sam­meln sich auf der Pla­za de Mayo in Bue­nos Aires,
ein stil­ler Pro­test vor dem Präsidentenpalast,
                                                                              müs­sen abziehen,
begin­nen jedoch zu krei­sen auf dem kreis­för­mi­gen Platz,
es wer­den immer mehr, drei­ßig, sech­zig, drei­hun­dert Mütter,
schließ­lich tau­send, sie krei­sen für ihre Söh­ne, Töch­ter, Ehemänner,
                                                                              alle plötz­lich verschwunden.
Auch nicht, wenn eini­ge von ihnen selbst verschwinden,
                                                     über dem Meer aus dem Flug­zeug gestoßen …
              sie krei­sen weiter
oder zie­hen ruhig durch die Stra­ßen für Tau­sen­de, die sich in Nichts auf­ge­löst haben,
ein stil­ler Marsch für die, von denen kei­ner spricht,
und die still nach unten wachsen.

Zusätzliche Informationen

Autor

Rimbereid, Øyvind

ISBN

978-3-942955-79-9

Erscheinungsjahr

2021

Seiten

120

Übersetzer

Anders, Klaus

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