Delta

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Erscheint September 2019.

 

Betrachtungen in Prosagedichten. Franz. Klappenbroschur. Mit einem Nachwort von Marte Huke. Aus dem Norwegischen von Uwe Englert und Betty Wahl.

Produktbeschreibung

Die Spra­che der Natur­wis­sen­schaft will die Abläu­fe in der Natur sach­lich und ”rein” dar­stel­len. Aber sie ist eine auto­ri­tä­re Spra­che, eine Spra­che mit einem abso­lu­ten Wahr­heits­an­spruch. Des­halb konn­te ich der Ver­su­chung nicht wider­ste­hen, mit die­ser Spra­che zu spie­len. Dabei gehe ich davon aus, dass Spra­che immer unge­nau ist und die Din­ge nie in ihrer Gesamt­heit zu erfas­sen ver­mag.
Der Mensch hat die Natur­wis­sen­schaf­ten geschaf­fen. Aber die Natur ist kein abso­lu­tes Sys­tem. Wo Leben ist, gibt es Zufäl­le, und gera­de die­se Brü­che sind es, die Varia­ti­on mög­lich machen und Neu­es ent­ste­hen las­sen. Der Mensch ist Teil der Natur, und die Spra­che ent­steht durch den Men­schen. Also ist auch die Spra­che Natur und gehorcht den glei­chen Gesetz­mä­ßig­kei­ten, die für den Rest der Natur gel­ten.
Oft fin­de ich die Spra­che der Wis­sen­schaft sehr schön. Sie ist dem Anschein nach objek­tiv, will die Welt, den Ursprung aller Din­ge beschrei­ben. Dar­in liegt eine Art von Ver­zweif­lung. Ein Ver­such, die Welt in der wir leben zu begrei­fen. Uns immer wie­der das vor­zu­sa­gen, was wir wis­sen, um das
zu ver­drän­gen, was wir nicht wis­sen.

Mar­te Huke wur­de 1974 in Lørens­kog bei Oslo gebo­ren. Sie stu­dier­te in Ber­gen und Göte­borg Ger­ma­nis­tik und Lite­ra­ri­sche Gestal­tung, kurz nach dem Stu­di­um debü­tier­te sie mit Del­ta. Ihre Pro­sa­ge­dich­te zeich­nen dar­in einen Fluss­lauf nach und las­sen zwei sehr ver­schie­de­ne Spra­chen auf­ein­an­der sto­ßen: die der Geo­gra­phie und der Lie­be. Zusam­men mit dem Musi­ker Øyvind Brant­segg ent­stand aus dem Buch ein Werk für Chor und Com­pu­ter, das 2002 urauf­ge­führt wur­de.

 

Der Frost lässt nach, die Bir­ke wird wie­der grün,
Lehm quillt aus kah­len Wegen. Der Brach­vo­gel singt,
kreist über der Erde, sein Gesang steigt auf. Eine Serie
von Augen­bli­cken steht still in rasen­der Fahrt.

Schnee­schmelz-Augen.

Ich gehe ins Haus, set­ze mich ans Kla­vier. Die
Filz­häm­mer­chen schla­gen auf die Sai­ten. Der Hund
kommt her­ein, schleift die Lei­ne hin­ter sich her, stößt
mit der Schnau­ze mei­ne Fin­ger von den Tas­ten. Das
offe­ne Fens­ter, es riecht nach ange­tau­tem Laub und
flie­ßen­dem Was­ser.

Zusätzliche Informationen

Autor

Huke, Marte

ISBN

978-3-942955-78-2

Übersetzer

Englert, Uwe, Wahl, Betty

Erscheinungsjahr

2019

Seiten

80

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